Outsourcing

oder Do-it Yourself?

... Das ist hier die Frage. Wie gehen Unternehmen an eLearning Projekte heran? Wie werden Projekte in Organisationen umgesetzt? Generell gibt es hier zwei unterschiedliche Ansätze: interner Ressourcenaufbau für eLearning-Projekte versus externem Einkauf von eLearning-Dienstleistungen. Doch wie fällt die Entscheidung für eines dieser Modelle?

„Wir möchten eLearning selber entwickeln!“

„Die Überarbeitung von Inhalten und die Wartung der Plattform muss inhouse stattfinden!“

„Wir wollen die Prozesse selbst steuern.“

Aber auch:

„Wir brauchen eLearning, haben aber eigentlich keine Zeit dafür!“

„Uns fehlt einfach die Manpower!“

„eLearning hat nichts mit unserem Kerngeschäft zu tun. Da konzentrieren wir uns lieber auf etwas anderes.“

Dies sind Stimmen von Kunden, deren eLearning-Projekte die Berater von common sense – eLearning & training consultants in den vergangenen 11 Jahren bei Einführungsprozessen begleitet haben.

Zwei sehr unterschiedliche Herangehensweisen an eLearning in Unternehmen und Organisationen, die beide ihre Berechtigung haben, aber durchaus unterschiedliche Prozesse erfordern. Grundlage für die Entscheidung, ob eLearning-Projekte inhouse entwickelt oder extern umgesetzt werden sollen sind einige strategische Überlegungen.

Do-it Yourself

Die Do-it Yourself-Methode ist unbestritten das nachhaltigere Modell der Implementation von eLearning und Blended-Learning Maßnahmen. Es wird dabei innerhalb des Unternehmens ein Team aufgebaut, das über alle erforderlichen Kompetenzen verfügt, um eLearning-Aktivitäten zu planen, zu entwickeln, umzusetzen und durchzuführen. Je nach Umfang und Gewicht von eLearning-Projekten für das Unternehmen kann dieses Team klein sein, oder Abteilungscharakter bekommen. Wenn möglich, werden alle Prozesse durch eigene Mitarbeiter abgewickelt, nur noch hochspezialisierte Dienstleistungen werden hier und da outgesourced (z.B. Entwicklung von Simulationen oder Videoproduktion).

Vorteile sind der Kompetenzaufbau, der geringe Reibungsverlust innerhalb von eLearning-Projekten und eine schnelle Umsetzung. Strategische Basis für die Entscheidung zum Do-it Yourself:

  • Sind die eLearning/Blended Learning Aktivitäten unternehmenskritisch (z.B. vertrauliche Inhalte, etc.)?
  • Ist eLearning/Blended Learning teil des Geschäftsmodells?
  • Sind entsprechende Humanressourcen vorhanden oder können diese aufgebaut werden?
  • Ist ein langfristiges Engagement im eLearning-Bereich angestrebt, sind weitere Projekte zu erwarten und sind Inhalte regelmäßig zu überarbeiten?

Externer Einkauf von eLearning-Services

Der Do-it Yourself-Methode gegenüber steht der externe Einkauf von Dienstleistungen. Bei diesem Modell gibt das Unternehmen im Idealfall Strategie, Projektausrichtung und –inhalt vor und vergibt dann die inhaltliche und didaktische Entwicklung, die technische  Umsetzung und ggf. auch die Implementierung/Durchführung von eLearning / Blended Learning-Aktivitäten an einen oder mehrere externe Dienstleister.

Bei dieser Methode ist natürlich mit mehr Abstimmungsbedarf zu rechnen, gleichzeitig bindet sie intern nicht annähernd so viele Ressourcen wie das Do-it Yourself-Modell. Innerhalb des Unternehmens ist das Team meist klein, hier genügt oft ein verantwortlicher Projektleiter. Strategisch steht die Entscheidung für das Outsourcing-Modell auf anderen Säulen:

  • Unterstützt eLearning punktuell einen spezifischen Prozess (z.B. ein Software Rollout) und sind danach keine weiteren Maßnahmen geplant?
  • Würde der Aufbau eines interen Teams zu lange dauern?
  • Können wir ohne inhouse Kompetenzen bei Umsetzung und Implementation auskommen (z.B. bei fälligen Überarbeitungen)?
  • Sind die erforderlichen finanziellen Ressourcen für das geplante Outsourcing-Volumen verfügbar?
  • Können wir uns die Abhängigkeit von Dienstleistern erlauben, oder sind diese leicht austauschbar?

Zur Illustration hier einige Fälle aus der Praxis:

Die Autoren

Arndt Bubenzer
ist Geschäftsführer von common sense und seit 15 Jahren mit der Entwicklung und Implementierung von eLearning in Unternehmen, NGO und internationalen Organisationen befasst.
Ausbildungshintergrund: Erwachsenenbildung und Medienpädagogik.

Andreas Hörfurter
ist Projektleiter bei common sense, seit 12 Jahren im eLearning-Umfeld tätig, spezialisiert auf Beratungsprozesse bei national und international tätigen Organisationen und Unternehmen.
Ausbildungshintergrund: Pädagogik und Psychologie

Der Do-it Yourself-Fall

Ein Bildungsanbieter, der bisher hauptsächlich Präsenztrainings angeboten hat, will – um Reichweite zu erhöhen und neue Märkte zu erschließen – eLearning einführen. Gemeinsam mit common sense wird die Strategie für eLearning/Blended Learning erarbeitet und ein multidisziplinäres Team  zusammengestellt, das für die Einführung verantwortlich ist. Die Teammitglieder werden – in der Arbeit am Projekt – für Ihre Aufgaben ausgebildet (learning by doing). Dieser Prozess wird durch ein Blended Learning-Training unterstützt, um den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, eLearning auch aus Anwenderperspektive kennen zu lernen und zu reflektieren. Der Entwicklungsprozess und die Durchführung der ersten Anwendungen werden in der Pilotphase laufend begleitet und evaluiert.

Der Outsourcing-Fall

Ein Software-Unternehmen bereitet den Rollout eines neuen Produktes an Endkunden vor. Dieser Rollout soll durch eine eLearning-Maßnahme begleitet werden, die zukünftigen Nutzer in die Funktion des Softwaretools einführen soll.

Welcher Weg letztendlich zum Erfolg führt, wird durch unterschiedliche, strategisch relevante Faktoren bestimmt.

 

„Wie viel können wir selber machen? Wie viel müssen wir Outsourcen?“ Diese Fragen müssen sich Projektleiter von eLearning-Projekten fast immer stellen.

Außerhalb dieser flankierenden eLearning Maßnahme sind aktuell keine weiteren eLearning-Aktivitäten geplant. Der Projektleiter klärt mit einem Beraterteam von common sense Ziele, Einsatzbereiche und Rahmenbedingungen der geplanten eLearning Anwendung. Anschließend findet, in regelmäßiger Abstimmung mit dem Projektleiter der Softwarefirma die Entwicklung der eLearning-Inhalte statt.

Der Hybrid-Fall

Eine international tätige Organisation will, zur Fortbildung der eigenen Mitarbeiter, regelmäßig eLearning-Aktivitäten anbieten. Aus Gründen der Organisationsstruktur ist der Aufbau eines eigenen eLearning Teams nicht möglich, aber Mitarbeiter verschiedener Abteilungen sollen die inhaltliche Ausrichtung der eLearning-Maßnahmen planen.

Zusätzlich kann ein Consultant als interner Koordinator beauftragt werden. common sense legt, in einem Workshop mit dem verantwortlichen Projektleiter und Vertretern der beteiligten Abteilungen, Ziele und Ausrichtung fest, definiert die Stellenbeschreibung für den internen Consultant und die Terms of Reference für die Beauftragung von externen Dienstleistern zur Produktion der eLearning-Inhalte.

Grundlage der Entscheidung für das entsprechende Modell ist letztendlich immer die Rolle, die eLearning für das Unternehmen spielen soll. Wenn Ziele, Strategie und verfügbare Ressourcen zum Unternehmensmodell und der Organisationsentwicklung des Unternehmens passen, kann jedes der hier skizzierten Modelle zu erfolgreichen eLearning-Projekten führen.

 

Info

Zielgruppe
Unternehmen und Organisationen, die eLearning einführen oder ihre Prozesse optimieren wollen.

Methodik
Klientenzentrierte Beratung, Strategie und Konzeptentwicklung für eLearning,
Ausbildung von internen Teams, Produktion von Inhalten, Evaluation.

Portfolio
Beratung, Schulung, Software-Auswahl, Produktion, Durchführung von eLearning Maßnahmen, Mobile Learning

Referenzkunden

Datev, Dorner Verlag, Donau-Universität, GTZ, InWEnt, Star Alliance, ÖRK, UNEP, UNWTO, UNIDO, u.a.

Kontakt
common sense – eLearning & training consultants GmbH
Ansprechpartner: Arndt Bubenzer
Riesgasse 5/14
1030 Wien
Österreich
www.common-sense.at
office(at)common-sense.at
Tel.: +43-1-913 6676
Fax: +43-1-971 1243


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