Herausforderung:

Entwicklung in einem lebhaften Markt

Die Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets lagen im letzten Halbjahr 2011 weit über allen Erwartungen. Die Hersteller und Verkäufer freut’s natürlich. Ebenso die Endbenutzer, die ein Pad, Tablet oder Smartphone unter ihrem Weihnachtsbaum fanden.

Die breite Verfügbarkeit von mobilen Endgeräten hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf das Feld des IT-unterstützten Trainings. Im eLearning-Bereich wird zwar nun schon seit Jahren über mobile Lernlösungen diskutiert, aber die hohe Fragmentierung der Geräte hat der Entwicklung immer wieder Dämpfer verpasst: kaum ein Monat vergeht, ohne dass ein mobiles Betriebssystem ein wichtiges Upgrade erfährt oder neue Geräte mit neuen technischen Bedingungen auf den Markt kommen.

Der Blick in die Welt der eLearning-Anbieter zeigt, dass bereits viele Lösungen zur Verfügung stehen. Die meisten aktuell nachgefragten LMS verfügen über mobile Schnittstellen, viele Autorenwerkzeuge erlauben eine Ausgabe als App für dieses oder jenes mobile Endgerät. Doch bei genauerer Betrachtung  muss festgestellt werden, dass die Umsetzungskonzepte oft dürftig sind. Meist wird angeboten, bestehende eLearning-Module auf mobilen Endgeräten auszugeben oder Lernplattformen für mobilen Zugriff verfügbar zu machen.

Diese Angebote sind für den Markt zweifellos wichtig und entwickeln die verfügbaren technischen Möglichkeiten weiter, ignorieren dabei aber eine wichtige Frage: Müssen mobile Lernlösungen eine andere didaktische Funktion als Computer-basierte Angebote übernehmen?

Diese Frage kann man, zumindest bezogen auf die aktuell verfügbaren Endgeräte, mit einem eindeutigen JA beantworten. Die mobile 1:1 Ausgabe von eLearning-Modulen auf mobilen Endgeräten ist nicht nur selten sinnvoll, sie kann das Take-up von mobilen Lösungen eher behindern als fördern. Smartphone-Bildschirmdiagonalen von 6-10 cm sind für das Erarbeiten von vertieften und umfangreichen Lerninhalten einfach nicht geeignet. Benutzer-Frust und Kopfschmerzen sind da vorprogrammiert.

Einen Gegentrend sieht man bei den speziell für mobile Endgeräte entwickelten Lern-Apps: viele dieser kleinen Lern-Softwaretools vereinfachen Lernprozesse hin zu behavioristischen Drill & Practice Übungen. Vereinfachung und didaktische Reduktion ist zwar prinzipiell wünschenswert, aber viele Apps kommen über den Charakter von Multiple Choice und Flashcards nicht hinaus. Zudem werden sie meist nur für spezielle Endgerätegruppen und Betriebssysteme entwickelt und stehen selten einmal allen potentiellen AnwenderInnen zur Verfügung.

 

Die Didaktik-ExpertInnen des österreichischen Beratungsunternehmens common sense – eLearning & training consultants GmbH haben sich dieser Probleme angenommen und mobile Lösungen umgesetzt, die den Mehrwert von mobilen Lösungen herausstreichen.


Zunächst hat man sich bei common sense entschlossen, generell Plattform-übergreifend zu arbeiten. Mobile Inhalte werden auf XHTML/HTML5 bzw. Javascript-Basis entwickelt und können damit auf praktisch allen mobilen Browsern angezeigt werden.

Die Inhalte werden über das mobile Internet oder das WLAN via eines Digital Device Repositories mit dem jeweils passenden Stylesheet an die Smartphones und Tablets ausgeliefert. Somit werden keine Benut-zergruppen im fragmentierten Endgeräte-Markt mehr ausgeschlossen. Systemmeldungen wie „Diese App ist für Ihr Endgerät nicht verfügbar!“ gehören somit der Vergangenheit an.

Parallel zur Umsetzung der technischen Lösung haben sich die Berater von common sense mit der Entwicklung einer sinnvollen Didaktik für mobile Lernanwendungen befasst, die eine breite Akzeptanz von Nutzern finden kann. Nachdem Smartphones und kleinere Tablets quasi immer in der Tasche der Nutzer stecken, drängen sie sich für eine Verwendung als „Learning on Demand“-Werkzeug auf.  

Um Entscheider, Fachleute oder Vertriebsmitarbeiter mit gut strukturierten, knappen und  inhaltlich hochrelevanten Inhalten versorgen zu können, hat common sense das Format „Mobile Executive Summary“ entwickelt. Dieses Format fasst bestehende Lerninhalte in einem attraktiven Microlearning-Format zusammen und erlaubt schnellen Zugriff auf Schlüsselinhalte, die für Entscheidungen oder Prozesse erforderlich sind. Selten haben die Module mehr als 10 Minuten Lernzeit, beinhalten Grafiken, Texte, Plattform-unabhängig lauffähige Animationen und Entscheidungsweichen oder kleine Tests.

In den meisten Fällen ist eine Neubearbeitung von bestehendem Material unumgänglich, um die Möglichkeiten des Mediums tatsächlich ausnutzen zu können. Diese Überarbeitung besteht hautsächlich in didaktischer Reduktion, ist aber in den meisten Fällen nur wenig zeitaufwändig.

Insgesamt eröffnet die technische Entwicklung im Mobilbereich eine Vielfalt von Möglichkeiten für den Wissenserwerb. Diese müssen allerdings sinnvoll genutzt werden, um für Akzeptanz bei den Nutzern zu sorgen. Nachdem die Geräte an sich inzwischen Alltagstauglichkeit bewiesen haben, müssen die Angebote der eLearning-/mLearning-Anbieter dieses auch durch didaktisch und technisch angemessene Lösungen tun.

Die Autoren



Arndt Bubenzer

ist Geschäftsführer von common sense und seit 15 Jahren mit der Entwicklung und Implementierung von eLearning in Unternehmen, NGO und internationalen Organisationen befasst. Ausbildungshintergrund: Erwachsenenbildung und Medienpädagogik.




Andreas Hörfurter

ist Projektleiter bei common sense, seit 12 Jahren im eLearning-Umfeld tätig, spezialisiert auf Beratungsprozesse bei national und international tätigen Organisationen und Unternehmen. Ausbildungshintergrund: Pädagogik und Psychologie


Stichworte

Zielgruppe
Unternehmen und Organisationen, die eLearning und mobile Learning einführen oder ihre Prozesse optimieren wollen.

Methodik
Klientenzentrierte Beratung, Strategie und Konzeptentwicklung für eLearning und mobile Learning, Ausbildung von internen Teams, Produktion von Inhalten, Evaluation.

Portfolio

Beratung, Schulung, Software-Auswahl, Produktion, Durchführung von eLearning und mobile Learning Maßnahmen

Referenzkunden
Datev, Dorner Verlag, Donau-Universität, GIZ,  Star Alliance, ÖRK, UNEP, UNWTO, UNIDO, World Bank Institute, u.a.

Kontakt

common sense –
eLearning & training
consultants GmbH

Ansprechpartner:
Arndt Bubenzer
Geschäftsführer

Riesgasse 5/14
A-1030 Wien

Tel: +43-1-913 6676
Fax: +43-1-971 1243

www.common-sense.at
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