E.ON Sprachtraining

Die Zukunft liegt ausschließlich im eLearning

Kategorie:
Sprachtraining

Siegerprojekt:
E.ON Sprachtraining

Sieger:
Rosetta Stone GmbH
E.ON AG

 

In global aufgestellten Unternehmen sind Fremdsprachenkenntnisse von großer Bedeutung, denn sowohl beim Umgang mit Kunden als auch bei der internen Kommunikation zwischen Mitarbeitern werden häufig verschiedene Sprachen genutzt. Es ist daher zunehmend entscheidend, dass Mitarbeiter ihre Sprachkenntnisse weiterentwickeln können. Gerade im Bereich des Sprachtrainings bietet eLearning viele Vorteile, weshalb auch E.ON in einem großen Projekt seine Sprachschulung von der Präsenz zu eLearning umgestellt hat.

Als Reaktion auf die zunehmende Globalisierung richtete Energieversorger E.ON sein Training neu aus. Ein besonderes Augenmerk erhielt das Sprachtraining, das den demografischen Wandel bei den Mitarbeitern berücksichtigt. Diese müssen nicht nur im Kontakt mit Kunden und Partnern sehr gute Sprachkenntnisse aufweisen, sondern auch die interne Kommunikation muss reibungslos funktionieren.

Denn durch die Zentralisierung von Funktionen entstehen standortübergreifende Teams und die interkulturelle Zusammenarbeit nimmt zu. Die Sprachkenntnisse der Mitarbeiter werden dadurch mehr denn je zu einem wichtigen Produktivitätsfaktor. So setzte E.ON 2014 ein Change Management Programm ein, welches den Kulturwandel weg von Face to Face- hin zu Online-Lernen begleitete.

Lernbedarfe

Besonders wichtig war für E.ON die Standardisierung des Sprachlernprogramms, damit alle Mitarbeiter auf ein vergleichbar hochwertiges Sprachtraining zugreifen können. Das Sprachtraining sollte für Mitarbeiter über alle Berufsgruppen hinweg zugänglich sein, jedoch muss ein direkter Business Need gegeben sein und die erlernten Fremdsprachenkenntnisse müssen einen direkten Einfluss auf die Ausübung der Tätigkeit des Mitarbeiters haben. Bei E.ON fallen circa 3.000 Mitarbeiter in diese Kategorie. Das Sprachtraining sollte sich an den Bedarfen der Lerner orientieren. Um dies zu gewährleisten, sollte das Training von Lernern flexible in ihren Arbeitsalltag eingebaut werden können. Auch inhaltlich stand der Lerner im Mittelpunkt, denn dank individuellen Themenschwerpunkten und personalisierten Lernpfaden sollte sichergestellt werden, dass sich die Lernangebote an den Fähigkeiten und Lernzielen der Mitarbeiter orientieren. Doch nicht nur auf der Lernerebene sollte das Sprachlernprojekt von E.ON punkten. Der Wechsel von Face-To-Face-Sprachtraining hin zu eLearning sollte auch betriebswirtschaftliche Vorteile bringen. Durch den Einsatz von eLearning sollte nicht nur die Reichweite des Sprachtrainings erhöht, sondern gleichzeitig auch die Kosten gesenkt werden. Darüber hinaus sollten durch die verbesserten Sprachkenntnisse die Kommunikation mit internationalen Kunden sowie die interne Kommunikation zwischen Mitarbeitern optimiert werden und sich dadurch positiv auf Unternehmensziele auswirken.

Das neue Sprachtraining bei der E.ON AG bietet den Lernern ein breites Angebot, von individuellen Sprachkursen über Grammatik- oder Vokabeltraining bis hin zu Tutoring-Sessions.

Verleihung eLearning AWARD 2016 (7/30) - Kategorie SPRACHTRAINING

 
v.l. Dirk Markner (Rosetta Stone), Frank Siepmann (eLearning Journal)

Projektverlauf

Die Entscheidung für den Wechsel von Face-to-Face- hin zum Online-Training erfolgte durch das Management bzw. den Vorstand. Betriebsrat, IT, Einkauf, das E.ON Learning Center Berlin sowie die weltweiten Business Partner wurden insbesondere während der Entscheidungs- und Konzeptionsphase einbezogen und bezüglich der Anbieterwahl, des Konzeptionierungs- und Change Management-Prozesses um ihr Feedback gebeten. Vor allem während der Implementierungsphase haben die weltweiten Business Partner als Multiplikatoren die Standortverantwortlichen und Line Manager über das Projekt sowie die relevanten Prozesse informiert. Für die Lerner wurden Marketplace Veranstaltungen vor Ort durchgeführt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wurden das Projekt sowie die Lernplattform vorgestellt. Für das interne Marketing wurden Flyer und Poster gedruckt, die an allen Standorten aushingen bzw. verteilt wurden. Zudem wurden alle Informationen zum Lernkonzept und den Anmeldeprozess über das E.ON Weiterbildungsportal im Intranet kommuniziert. Auch nach der offiziellen Einführung werden heute für die Lerner fortlaufend Kick-Off-Veranstaltung vor Ort und in Form von Webinaren angeboten.

Projektergebnis

Mit dem Projekt „E.ON Sprachtraining“ entstand eine Lernplattform, die den Mitarbeitern von E.ON individuelle Themenschwerpunkte und personalisierte Lernpfade inkl. muttersprachlicher Tutoren in Deutsch und Englisch bietet. Online-Einstufungstests und Lerninhalte, die sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (GeR bzw. engl. CEFR) orientieren, ermöglichen Lernern ihr persönliches Sprachniveau zu ermitteln und anschließend zu verbessern. Weiter unterstützt werden die Lerner durch das Konzept des individuellen Trainingsplans: Jeder Lerner wird von einem persönlichen Coach betreut. Es wurden zudem spezielle Trainingspakete erstellt, bei denen die Teilnehmer neben dem Onlinekurs auch an Gruppen und individuellen 1:1-Sessions im virtuellen Klassenzimmer teilnehmen können. Dank des internen Marketings und des Fokus auf die Bedarfe der Mitarbeiter bei der Konzeption des Sprachtrainings konnten anfängliche Vorbehalte unter den Mitarbeitern rasch überwunden werden.

Fazit

Es ist daher nicht verwunderlich, dass E.ON ein positives Fazit aus dem Projekt zieht. „Anfangs waren nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch unser Team skeptisch, ob ein Projekt dieser Größenordnung tatsächlich umsetzbar ist“, so der Projektverantwortliche Gergely Rohmann. „Umso mehr freuten wir uns über die Erfahrungen bei den ersten Milestones und dass wir erste Erfolge verzeichnen konnten. Eines steht für uns fest: Die Zukunft liegt ausschließlich im eLearning. Die herkömmlichen Modelle passen einfach nicht mehr zu unserem Unternehmen.“

Mit dem Projekt „E.ON Sprachtraining“ wurde ein umfangreicher Chance-Prozess in Gang gesetzt, in dem eLearning nicht nur ein „Add-On“, sondern vielmehr die zentrale Lernmethode darstellt. Aufgrund des Projektumfangs und der intelligenten Umsetzung, bei der die individuellen Bedarfe der Lerner berücksichtigt werden, zeichnet die Redaktion des eLearning Journals das Projekt der beiden Partner E.ON AG und Rosetta Stone GmbH mit dem eLearning AWARD in der Kategorie „Sprachtraining“ aus.

 

Vorgaben & Besonderheiten

Vorgaben:
Für das neue Sprachtraining sollte ein Wechsel der Lernkultur von Face-To-Face-Sprachtraining hin zu eLearning erfolgreich umgesetzt werden. Dadurch sollte einer größeren Anzahl von Mitarbeitern der Zugang zu Sprachtraining ermöglicht und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden. Ebenfalls wichtig war eine Standardisierung des Sprachlernprogramms, damit allen Mitarbeitern ein vergleichbares, hochqualitatives Sprachtraining geboten werden kann.

Besonderheiten:

Das neue eLearning-Angebot ermöglicht eine flexiblere Gestaltung des Sprachtrainings. Die Lerner sind nicht mehr auf einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Zeit begrenzt. Außerdem erlaubt die interaktive und anpassungsfähige Software es den Mitarbeitern die Lerninhalte zu wählen, die auf ihren Sprachlernbedarf und auf ihre Tätigkeit zugeschnitten sind.

Projektpartner

Rosetta Stone GmbH

Sabine Schnorr
Geschäftsführerin Rosetta Stone DACH

Rosetta Stone GmbH
Mainzer Landstraße 176
60327 Frankfurt am Main

sschnorr@rosettastone.com
www.rosettastone.de

E.ON AG

Gergely Rohmann
Global Learning Product and Process Expert

E.ON AG
E.ON-Platz 1
40479 Düsseldorf

gergely.rohmann@eon.com
www.eon.com

 

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