Weltweite Distribution von Lernmaterialien bei Miele

Größtmögliche Individualisierbarkeit bei gleichbleibender Qualität

Kategorie:
Qualitätsmanagement

Siegerprojekt:
Miele eLearning-Portale

Sieger:
mediaprojekt GmbH
Miele & Cie. KG

 

Wenn in weltweit operierenden Unternehmen neue Schulungsmaterialien eingesetzt werden sollen, stehen sie oftmals vor der Herausforderung, dass diese Materialien einerseits an regionale Gegebenheiten angepasst werden müssen, ohne dabei Abstriche bei der Qualität der Schulung zu machen. In genau dieser Situation war Miele bei seinem hochwertigen eLearning-Angebot.

Die Miele & Cie. KG ist ein weltweit operierender Haushaltsgeräte-Hersteller.  Das familiengeführte Unternehmen beschäftigt aktuell über 17.740 Menschen. 2013 stand Miele vor der Produkteinführung neuer Generationen von Einbau- und Wäschepflegegeräten, die Produktschulungen aller Verkäufer im internationalen Elektro- und Küchenfachhandel erforderten. Aus diesem Grund entstand das Projekt „Miele ProLearn – eLearning-Module für Miele Hausgeräte“. Neben der Erstellung der Online-Inhalte galt es anschließend die Frage der Distribution der Inhalte zu beantworten.

Mit dem Projekt „Miele eLearning-Portale“ wollten die beiden Projektpartner Miele & Cie. KG und mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH genau auf diese Frage eine Antwort liefern.

Lernbedarfe

Mit den „eLearning-Portalen“ sollte den Miele Vertriebsgesellschaften eine ergänzende bzw. alternative Option zum Miele Learning Management System geboten werden. Ziel war es, den – mit digitalen Medien bislang größtenteils ungeübten – Lernenden einen einfachen, unkomplizierten und intuitiven Zugang zum Lernen zu verschaffen.

Das Projekt richtete sind in erster Linie an die Verkäufer des Handels, die durch die bisherigen Geschäftsbeziehungen zu Miele bekannt waren und sind. Zusätzliche Zielgruppen sind alle weltweiten Miele-Mitarbeiter in Marketing, Vertrieb und Schulung.

Projektverlauf

Die Entscheidung, ob die eLearning-Module in den Miele Vertriebsgesellschaften über das Miele-LMS oder über die eLearning-Portale distribuiert werden, fällt nach Abwägen von Vor- und Nachteilen grundsätzlich in den Vertriebsgesellschaften. Nach einer Präsentation beider Varianten (LMS und eLearning-Portal) sind es in der Regel die Projektverantwortlichen, die die Entscheidung treffen.

Jede Vertriebsgesellschaft entscheidet dann in Abhängigkeit von Marketing- und Trainingsstrategie eigenständig, wie das Projekt eingeführt wird. Die Bandbreite der Kommunikationsmaßnahmen geht über gezielte Ankündigungen per Newsletter oder in Präsenztrainings (Österreich und Deutschland) bis hin zur Einführungsinformation in Schulungskatalogen.

Projektergebnis

Dank eines modularen Systems können die Miele Vertriebsgesellschaften im LCMS mit wenigen

Die Miele eLearning-Portale ermöglichen den weltweiten Vertriebsgesellschaften eine Anpassung des Schulungsangebots an die eigene Region, ohne dabei Abstriche bei der hochwertigen Produktion der Inhalte machen zu müssen.

Verleihung eLearning AWARD 2016 (28/30) - Kategorie QUALITÄTSMANAGEMENT

 
v.l. Hermann Ortmeyer (Miele & Cie. KG), Frank Siepmann (eLearning Journal), Philip Bovensiepen (mediaprojekt GmbH)

Handgriffen individuelle Lernprogramme aus einem Set an Inhalts- und Aufgabenseiten zusammenstellen. Zentrale Aufgabe der eLearning-Portale ist die Distribution der Online-Module. Der grundsätzliche Qualitätsanspruch, den Miele an die Gestaltung des Contents hat, wie beispielsweise klare Formen, wertige Anmutung oder eine intuitive Bedienung, war bei der Gestaltung der Portale handlungsleitend. Der Verkäufer findet sich daher in einer Bildwelt wieder, die er von der Miele Homepage und aus Katalogen kennt: Eine hochwertige visuelle Gestaltung mit motivierenden Animationen in Verbindung mit reduzierter textueller Erklärung sorgt für eine einfache und intuitive Navigation. Der explorative Ansatz, den die Online-Module kennzeichnen, findet sich auch in den eLearning-Portalen wieder. Es steht den Lernenden frei, welche WBT sie in welcher Reihenfolge auswählen, womit der Lernprozess individuell und selbstgesteuert ist.

Vor dem Hintergrund einer – hinsichtlich der Erwartungshaltungen und Eingangsvoraussetzungen – unbekannten Zielgruppe ist diese Selbstorganisation des Lernprozesses ein notwendiges Kriterium für die Gestaltung dieses Lehr-/Lern-arrangements. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die individuelle Aneignung von neuem Wissen oder die Vertiefung von vorhandenem Wissen ebenso wie die Weiterentwicklung der Verkaufskompetenz nicht erzwungen, sondern nur ermöglicht werden kann.

Damit sind die bedeutendsten Innovationen der eLearning-Portale – bei bisher eher curricular geprägten Lernsystemen – der explorative und freie Zugang zu Wissen, verbunden mit der Unterstützung des eigenverantwortlichen und selbstorganisierten Lernens.

„Den Lernprozess und den Lernerfolg der Lernenden nicht mehr über Reportingsysteme zu sehen, mag ein Verlust von Steuerungsmöglichkeiten darstellen. Auf der Seite der Trainingsverantwortlichen ist dazu ein pädagogischer Paradigmenwechsel notwendig. Gleichzeitig gilt es, die Lernenden aus ihrer bisherigen Konsumentenhaltung herauszuholen und ihnen zu verdeutlichen, dass Lernen ein aktiver und eigenständiger Prozess ist. Die Distribution von eLearning-Modulen über ein offenes Lernportal stellt somit nicht weniger als einen ersten Schritt zu einem lernkulturellen Wandel dar“, resümiert der Projektleiter Hermann Ortmeyer von Miele.

Fazit

Mit dem Projekt „Miele eLearning-Portale“ zeigen die beiden Projektpartner Miele & Cie. KG und mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH eindrucksvoll, wie sowohl bei der Zusammenstellung von Lernangeboten als auch bei der eigentlichen Bearbeitung durch die Lerner größtmögliche Freiheit gegeben werden kann, ohne dabei bei der Qualität der Lerneinheiten Abstriche machen zu müssen. Deshalb zeichnet die Jury des eLearning Journals dieses Projekt mit dem eLearning AWARD 2016 in der Kategorie „Qualitätsmanagement“ aus.

 

Vorgaben & Besonderheiten

Vorgaben:
Mit den „eLearning-Portalen“ sollte für die Lerner, die im Umgang mit digitalen Medien bislang größtenteils ungeübt sind, als ergänzende bzw. alternative Option zum Miele-LMS ein einfacher und intuitiver Zugang zum Lernen verschafft werden, ohne dabei Abstriche bei der hochwertigen Qualität der Schulung machen zu müssen.

Besonderheiten:

Die bedeutendsten Innovationen der eLearning-Portale sind – bei bisher eher curricular geprägten Lernsystemen – der explorative und freie Zugang zu Wissen, verbunden mit der Unterstützung des eigenverantwortlichen und selbstorganisierten Lernens.

Projektpartner

mediaprojekt GmbH

Philip Bovensiepen
Produktionsleiter

mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH
Am Stadtholz 24 - 26
D-33609 Bielefeld

philip@mediaprojekt.tv
www.mediaprojekt.tv

Miele & Cie. KG

Hermann Ortmeyer
Internationaler Produkttrainer

Miele & Cie. KG
Carl-Miele-Straße 29
D-33332 Gütersloh

hermann.ortmeyer@miele.de
www.miele.de

 

Aktuelle Publikation:

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