Digitale Mitarbeiter-Qualifizierung: Nicht Content ist King, sondern der Mitarbeiter

Wissen ist Macht. Macht ist sexy. Und wer viel weiß, ist in der Regel erfolgreicher im Job. So weit, so gut. Wenn da nicht die Crux mit dem Lernen wäre. Denn der Weg zum Wissen genießt – offline wie online – vielerorts immer noch den Ruf von völliger Lebensferne und Prüfungsstress. Was Unternehmen didaktisch beachten müssen, damit die digitale Mitarbeiter-Qualifizierung ein Erfolg wird, erklärt die UDG United Digital Group.

Früher drehte sich die Erde langsamer. Unsere Großeltern etwa waren oft jahrzehntelang im selben Betrieb tätig – und kamen mit ihrem einmal erlernten Wissen  relativ reibungslos durchs Berufsleben. Da wird dem modernen Mitarbeiter deutlich mehr abverlangt: Rasante Produktzyklen und sich stetig verändernde Märkte bedingen einen kontinuierlichen Lernbedarf. Viele Unternehmen haben darauf längst mit der Bereitstellung digitaler Lernformate reagiert, aus denen die Teams ihr Know-how beziehen sollen. So jedenfalls die Theorie. In der Praxis wird der Mitarbeiter mit Wissen überfrachtet  – im irrigen Glauben, viel brächte auch viel.
 
Lernen ist ein hochkomplexer und äußerst individueller Prozess. Dieser funktioniert am besten, wenn der Mitarbeiter selbst aktiv wird und den für sich geeigneten Weg findet, sich Neues anzueignen. Und nicht nur der Lernweg ist unterschiedlich – auch Tempo, Lernort und -zeit sowie die verdaubare Menge sind von Mensch zu Mensch höchst verschieden. Hier bieten digitale Maßnahmen geradezu ideale Voraussetzungen, um eine breite Masse von Mitarbeitern gezielt und effizient weiterzubilden – und gleichzeitig den individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten gerecht zu werden.

Wissen on demand vermitteln

Mit dem Wissen, wie wir lernen und welchen Bedarf Mitarbeiter haben, müssen klassische Qualifizierungsmaßnahmen kritisch beleuchtet werden: Ist ein E-Training zum kompletten Warensortiment die ideale Lösung für das Onboarding eines neuen Mitarbeiters in der Technik-Abteilung? Oder reicht es, wenn er die wichtigsten Produktkategorien  kennenlernt und bei Fragen zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen einholt?

Ein großer Vorteil der digitalen Lernwelt besteht ja darin, dass der Mitarbeiter seinen Lernprozess just-in time managen kann. Eine selbstbestimmte Pull-Strategie ist hier allein deswegen der Push-Methode vorzuziehen, weil ein bedarfsgerecht abrufbares Lernangebot eher als unterstützende Maßnahme wertgeschätzt wird als ein vom Management verabschiedetes, uniformes Lernsoll, das nicht auf die jeweilige Aufgabe abgestimmt ist.
 
Kurze Informationseinheiten konzipieren

Die lernpsychologische Wahrheit ist, dass es mit der Konzentration bei der Arbeit so eine Sache ist. Kollegen, Kunden, E-Mails oder Meetings reißen uns ständig heraus. Im Schnitt bleiben wir daher maximal elf Minuten am Ball. Und 20 Minuten dauert es dann noch einmal, bis wir die unterbrochene Tätigkeit wieder aufnehmen. Trotz allem sind 45- bis 60-minütige E-Training-Module in vielen Unternehmen Standard.

Oft scheitert der Anspruch auf Prägnanz, Würze und Kürze an den Trainingsverantwortlichen im Unternehmen selbst – denn auch hier herrscht viel Unsicherheit, ob ein knackiges Training „to the point“ auch genauso nutzbringend ist wie ein globalgalaktisches Erklärwerk, bei dem keine Frage offen bleibt. Aus didaktischer Sicht jedoch sind kleine, in sich geschlossene Lerneinheiten nicht nur Pflicht, sondern auch Kür: Denn eine komplexe Materie diszipliniert auf die Essenz zu reduzieren, gehört zu einer der größten didaktischen Herausforderungen.

Quelle: mikyso/istock/Thinkstock
Quelle: Hung Kuo Chun/istock/Thinkstock

Inhalte für alle Geräte bereitstellenGerade in Vertrieb und Service sind zunehmend flexible, mobile Lernlösungen gefragt. Viele Mitarbeiter im Kundenkontakt haben während der Arbeit schlichtweg keine Zeit für digitale Weiterbildung. Dafür lassen sich vielleicht die morgendliche Bahnfahrt oder Leerlaufzeiten gut für ein drei- bis fünf-minütiges Intermezzo zum Thema „Neue Produkte“ nutzen. Damit Lernen wirklich orts- und geräteunabhängig erfolgen kann, sollte der Content sich responsive jedem Device anpassen. Eine kluge RWD-Strategie (Responsive Webdesign) berücksichtigt daher bereits bei der Content-Erstellung, wie dieser auf unterschiedlichsten Endgeräten optimal dargestellt und intuitiv bedient werden kann. Nur so ist gewährleistet, dass das Training am PC begonnen, auf dem Tablet fortgesetzt und später auf dem Smartphone wiederholt werden kann – ohne dass der Mitarbeiter von vorne beginnen muss und ohne aufwendige Mehrfach-Produktion für unterschiedliche Zielgeräte.Spaßfaktor integrieren

Ein Lächeln auf den Lippen der Mitarbeiter – Unternehmen, denen dies bei der Qualifizierung gelingt, haben schon gewonnen. Wer Spaß beim Lernen hat, kann sich die zu vermittelnden Inhalte besser merken. Deshalb ist die Integration von spielerischen Elementen oder Games ein wichtiger Faktor für das Gelingen von Qualifizierungsmaßnahmen.

Das gilt in besonderer Weise für den Einsatz neuer Techniken und Devices. Unternehmen müssen sich trauen, das gesamte digitale Spektrum für die Mitarbeiterqualifizierung zu nutzen. Buzzwords wie Virtual und Augmented Reality sind hier übrigens nur ein Anfang. Klar ist: Ein besonderes Erlebnis hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Auch und ganz besonders bei den lernenden Mitarbeitern.

Mitarbeiter selbst entscheiden lassen

Darin besteht einer der größten Irrtümer der Lerngeschichte: Was gewusst und gekonnt werden muss, weiß das Unternehmen am besten. Doch ist das wirklich so? Nehmen wir zum Beispiel die Automobilbranche: In der Regel wird der digitale Lerncontent von Menschen evaluiert und aufbereitet, die zwar ein Auto von A nach B fahren können – aber nie ein Verkaufsgespräch geführt haben oder die Vorteile der Abgasturboaufladung erklären könnten. Dafür müssen Experten, Verkäufer und Verkaufsleiter zu Rate gezogen werden. Trainingskonzepte dürfen nicht im Elfenbeinturm entstehen.

Welches Wissen für ihn relevant ist, weiß deshalb jeder Mitarbeiter selbst am besten. Hierin liegt ein weiteres Argument dafür, Inhalte in unterschiedlichen Detailgraden anzubieten: Wenn ein Unternehmen fein granulierte Lernhäppchen on demand zur Lösung einer aktuellen Aufgabe, überblicksartige Einheiten zur allgemeinen Informationsvermittlung und handlungsorientierte Einheiten zur nachhaltigen Entwicklung von Handlungswissen bietet, findet jeder genau die Menge an Information, die er gerade braucht.

Unternehmen, die diese fünf Punkte beachten und ihre Qualifizierungsstrategie mit Fokus auf ihre Beschäftigten und deren Bedürfnisse konzipieren, leiten einen Paradigmenwechsel ein: Nicht mehr der Content ist King, sondern der Mitarbeiter selbst.

INFO

UDG United Digital Group

UDG United Digital Group ist die führende Agentur für digitale Markenführung im deutschsprachigen Raum. Sie entwickelt für Marken Digitalisierungsstrategien, realisiert einzigartige Markenerlebnisse und führt diese messbar zum Erfolg. Dabei verbindet sie höchst innovativ einen umfassenden Erfahrungs- und Kompetenzvorsprung von Spezialeinheiten intelligent und effizient mit der Ganzheitlichkeit und der strategischen Kompetenz einer großen Agenturmarke. Konsequent über die ganze Bandbreite der vorhandenen Disziplinen – als Einzeldisziplin oder alles aus einer Hand.

Mit ihrem Service Learning & Development ist die UDG United Digital Group auch einer der führenden Player im Bereich E-Learning und Blended Learning - spezialisiert auf die Digitalisierung von Qualifizierungsstrategien. Die Digitalagentur bietet hier eine Exzellenz rund um Themen wie Face-to-Face Training, Lernplattformen, Mobile Learning oder auch Responsive Learning.

Fünffach zertifiziert: Die UDG United Digital Group ist durch den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) sowohl mit der „Trusted Agency Zertifizierung“ als Full-Service Agentur als auch in den Disziplinen SEO, SEA, Affiliate Marketing und Social Media als einzige Digitalagentur mit fünf Zertifikaten ausgezeichnet.

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