Einsatz von Mobile Learning bei der Miele & Cie. KG

Erweiterung des digitalen Lernangebotes für die Trainer

Kategorie:
Mobile Learning

Siegerprojekt:
Mobile Learning bei Miele

Sieger:
Creos Lernideen und Beratung GmbH
mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH
Miele & Cie. KG

Das Thema „Mobile Learning“ ist bereits seit mehreren Jahren von einem großen Hype umgeben. Dank der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets schien die Erweiterung von eLearning-Szenarien für mobile Endgeräte als der nächste logische Schritt.

Die Miele & Cie. KG ist der weltweit führende Hersteller für Haushaltsgeräte und beschäftigt rund 18.400 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Um Händler und die Vertriebsmitarbeiter immer auf dem neuesten Stand zu halten, setzt Miele auf den Einsatz von Mobile Learning - und auf die Zusammenarbeit mit der Creos Lernideen und Beratung GmbH und der mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH: Gemeinsam haben die Unternehmen zu annähernd allen Miele Produkten tabletoptimierte mobile Lernmodule produziert.

Lernbedarfe

Nach erfolgreicher Einführung der eLearning-Module für Miele Hausgeräte entstand zeitnah der Wunsch, den Miele Vertriebsgesellschaften die vorhandenen WBT‘s auch in einer mobilen Version anzubieten.

Von vornherein wurde festgelegt, dass für die mobilen Lernmodule ein tabletoptimierter - didaktisch und technisch eigenständiger - Ansatz entwickelt werden sollte. Gleichzeitig sollte trotz der grundsätzlichen Unterschiede zum eLearning auf die gleichen medialen Bausteine zurückgegriffen werden können, wie Videos, Animationen, Fotos und auch Text.

Somit konnte eine unkomplizierte und schnelle Adaption in den Vertriebsgesellschaften sichergestellt werden. Zielgruppen sind in erster Linie die Verkäufer des Handels und alle weltweiten Miele Mitarbeiter in Marketing, Vertrieb und Schulung.

Projektverlauf

Ausgangspunkt für den Start des Projektes war der Wunsch des Miele Top-Managements nach einer Ergänzung der eLearning-Module durch mobile Lernmodule.

Über das Miele Content Management System werden den Vertriebsgesellschaften die Module zur Adaption und Lokalisierung zur Verfügung gestellt. Damit ist ein zentral-dezentraler Ansatz gewährleistet, der einerseits die Produktion und grundlegende Bereitstellung effizient zentralisiert, anderseits in der Fläche die Nutzung durch individuelle Bedürfnisse der Landesgesellschaften gestalten lässt. Über den Einsatz in den verschiedenen Märkten entscheiden die verantwortlichen Personen in den Miele Vertriebsgesellschaften in Abhängigkeit von Marketing- und Trainingsstrategie, insbesondere über die Fragestellung der Distribution an die Zielgruppe, Miele-LMS oder über die eLearning-Portale.

Die Aufbereitung der Themen erfolgt mit interaktiven und spielerischen Elementen, ergänzt durch kurze Video- und Animationssequenzen.
v.l. Dr. Steffan Ritzenhoff (Creos Lernideen und Beratung GmbH), Frank Siepmann (eLearning Journal), Hermann Ortmeyer (Miele & Cie. KG)

Projektergebnis

Aufbauend auf den seit 2013 produzierten eLearning-Modulen entstanden in den letzten Monaten zu annähernd allen Miele Produkten tabletoptimierte mobile Lernmodule. Die Miele Zentrale bietet diese Module für den Einsatz in ihren Vertriebsgesellschaften an. Dort werden die Inhalte landesspezifisch adaptiert, lokalisiert und über Lernportale den Zielgruppen zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu den deutlich ausführlicheren eLearning-Modulen fokussieren die mobilen Module auf die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und sind dem allgemeinen Nutzungsverhalten von mobilen Endgeräten entsprechend kurz gehalten. Die Aufbereitung der Themen erfolgt mit interaktiven und spielerischen Elementen, ergänzt durch kurze Video- und Animationssequenzen. Kleine Lernerfolgskontrollen runden die Module ab. Die mobilen Module sind explorativ gestaltet und erlauben dem Verkäufer, sich seinem individuellen Informationsbedürfnis entsprechend durch die Module zu navigieren. Der bisherige Blended Learning-Ansatz bei Miele erhält mit der Erweiterung um die mobilen Lernmodule eine Komponente, die den Trainingsverantwortlichen in den Vertriebsgesellschaften zusätzliche Optionen im Mix unterschiedlicher Lernformate ermöglicht. Das Besondere dabei ist, dass das Miele Mobile Learning sowohl in formalen als auch in informellen Lernsettings zum Einsatz kommen kann. Als SCORM-Kurs eingebunden in einem LMS oder in einem eLearning Portal mit Registrationsfunktion erlaubt es, Lernverhalten und Lernerfolg auszuwerten. Ein erfolgreich abgeschlossenes Modul kann somit z. B. als Teilnahmevoraussetzung an einem Präsenzseminar gelten. Sein wahres Potential entfaltet das Miele Mobile Learning aber in informellen Lernszenarien. Der Verkäufer hat über die offenen Lernportale jederzeit und an jedem Ort Zugriff auf die mobilen Module und kann seinem individuellem Informations- und Lernbedürfnis entsprechend so viel und so lange wie gewünscht lernen. Ermöglicht wird somit ein situatives und kontextualisiertes Lernen.  Setzt der Verkäufer die mobilen Module zur Vorbereitung, zur Nachbereitung oder sogar während des Verkaufsgesprächs ein, kann man sogar von Workplace Learning sprechen.

Fazit

Der Mobile Learning-Ansatz bei Miele erweitert das Spektrum pädagogischer Einsatzszenarien von digitalen Lernmedien - und kann somit zum Erfolg von Trainingsmaßnahmen einen wesentlichen Beitrag leisten. Die bisherigen Rückmeldungen auf Mobile Learning bei Miele sind ausgesprochen positiv: Die Lernenden bestätigen, dass die Bedienung der Module einfach und intuitiv ist, Spaß macht und hilfreich für das Tagesgeschäft ist. Und die Miele Trainer in den Vertriebsgesellschaften freuen sich über eine Erweiterung ihres digitalen Lernangebotes, insbesondere aber darüber, dass sich der zusätzliche Übersetzungsaufwand auf ein Minimum reduziert. Auch die Jury des eLearning Journals ist von diesem Projekt begeistert und zeichnet die Projektpartner Creos Lernideen und Beratung GmbH, mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH und Miele & Cie. KG mit dem eLearning AWARD 2017 in der Kategorie „Mobile Learning“ aus.

Autorin: Steffi Fritz

 

Vorgaben & Besonderheiten

Vorgaben:
Werden die mobilen Module in formale Lernszenarien eingesetzt, kann der Abschlusstest Aufschluss über die Nachhaltigkeit der Wissensvermittlung geben. Wurde ein definierter Prozentsatz von 80 % nicht erreicht, sollte der Test wiederholt werden.

Besonderheiten:

Mit dem vorliegenden Projekt ist der erste Schritt unternommen worden, informelles und arbeitsplatznahes Lernen mit digitalen Lernmedien zu unterstützen. Und genau hier liegt eines der größten Potenziale für die nähere Zukunft, um Absatz- und Umsatzziele zu erreichen und zu sichern.

Projektpartner

Creos GmbH

Dr. Steffan Ritzenhoff
Geschäftsführer

Creos Lernideen und Beratung GmbH
Herforder Straße 22
D-33602 Bielefeld

s.ritzenhoff@creos.de
www.creos.de

mediaprojekt GmbH

Philip Bovensiepen
Geschäftsführer

mediaprojekt Gesellschaft für
audiovisuelle Kommunikation mbH
Am Stadtholz 24 - 26
D-33609 Bielefeld

philip@mediaprojekt.tv
www.mediaprojekt.tv

Miele & Cie. KG

Hermann Ortmeyer
Int. Produkttrainer

Miele & Cie. KG
Carl-Miele-Straße 29
D-33332 Gütersloh

hermann.ortmeyer@miele.de
www.miele.de

 


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