Neues Lernformat für die Bremer Zahnärztekammer

Innovativ sein durch den Einsatz von eLearning

Kategorie:
Mittelstand

Siegerprojekt:
Zahnärztekammer Bremen: FIZ goes E-FIZ

Sieger:
VIWIS GmbH
Zahnärztekammer Bremen

 

 

 

Auch in der Fort- und Weiterbildung von Nischenthemen wie der Dentalbranche besteht aufgrund der Vielzahl von Anbietern ein Konkurrenzdruck, unter dem die kleinsten Unternehmen und Organisationen in der Regel am stärksten leiden. Um sich diesem zu wiedersetzen, heißt es innovativ in seinen Ausbildungsmöglichkeiten zu sein. 

Die Zahnärztekammer Bremen bietet mit ihrem Fortbildungsinstitut (FIZ) unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder und deren Mitarbeiter an. Dies geschah bisher auf dem klassischen Weg durch Präsenzkurse und Schulungen. Um jedoch auch in der „Kammerwelt“ als Organisation innovativ und konkurrenzfähig sein zu können, wird die Ausbildung um eLearning erweitert. Gemeinsam mit dem Partner und Experten für digitale Bildungslösungen VIWIS GmbH.

Dafür wurde das E-FIZ als Lernplattform ins Leben gerufen. Als weiterer Bestandteil des Qualifikationskurses zur Dentalhygienikerin wurde das virtuelle Klassenzimmer und das VIWIS Lernmanagementsystem etabliert.

Lernbedarfe

Da es sich für eine kleine Organisation wie der Zahnärztekammer Bremen um ein großes Projekt handelt, eLearning in der Fort- und Weiterbildung zu implementieren, bedarf es dafür einer sinnvollen Struktur und Organisation. Das Bildungsangebot sollte entsprechend um einen „E-FIZ-Bereich“ erweitert werden, der sich auf die Bildung per eLearning fokussiert.

Thematisch als auch von der Art der Schulung soll damit eine Lücke in den Angeboten geschlossen werden. Auf diese Weise will sich Deutschlands kleinste Zahnärztekammer als Innovator unter den Kammern positionieren und im Wettbewerb der Fortbildungsanbieter der Dentalbranche konkurrenzfähig bleiben.

Projektverlauf

Die Initiative zum Projekt kam durch die Akademieleitung, welche zunächst die Hauptgeschäftsführer mit eingebunden hat. In einer ersten Präsentation wurden die Möglichkeiten des Einsatzes von eLearning in Form eines Virtual Classrooms besprochen. Auch der Vorstand war von der Idee begeistert. Nachdem noch weitere Mitarbeiter über das Projekt informiert wurden, fiel die Entscheidung für die Umsetzung.Bei der Umsetzung arbeitete die Zahnärztekammer eng mit ihren Dozenten zusammen, welche ihre Ideen direkt einbringen konnten. Für die neue Form des Lehrens über einen Virtual Classroom besuchten sie außerdem Schulungen. Im nächsten Schritt wählte das Management ein Lernmanagementsystem aus, welches anschließend eingeführt wurde. Als letzter Schritt erfolgte dann die Auswahl von Content durch die Geschäftsführung, hierbei wurden auch die Trainer mit eingebunden.

Mit dem Fortbildungsinstitut (FIZ) bietet die Zahnärztekammer Bremen für ihre Mitglieder unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Projektergebnis

Das eLearning findet parallel zur praktischen Arbeit in der Zahnarztpraxis und zur Ausbildung im FIZ statt – es ist daher komplett in die Ausbildung integriert. Die Teilnehmer bereiten individuell Inhalte für das virtuelle Klassenzimmer vor und arbeiten diese außerdem für den nächsten Präsenztermin nach. Die notwendigen Unterlagen erhalten die Teilnehmer als Printversion. Alle Inhalte werden in der täglichen Arbeit in das Praktische umgesetzt. So entsteht ein Kreislauf vom Lernen in der Präsenz, Umsetzung in der Praxis und Vertiefung sowie Supervision im virtuellen Klassenzimmer.

Während der gesamten Zeit wird fortwährend der Kontakt zwischen den Teilnehmern aufrecht gehalten, so dass diese jeder Zeit die Möglichkeit haben, ihre Fragen zu klären oder Erfahrungen auszutauschen. Über die Einführung des eLearning-Anteils konnte die Qualität der Ausbildung nachhaltig gesteigert werden. Die Kurse profitieren von der Flexibilität, die Teilnahme ist nun zeit- und ortsunabhängig möglich. Zudem kann das Angebot deutschlandweit beworben werden. Zwar hatten die Teilnehmer zunächst Berührungsängste mit der neuen digitalen Form des Lernens, diese konnten jedoch kurzfristig überwunden werden. Das E-FIZ hält nun für die Zukunft viele neue Möglichkeiten für die Zahnärztekammer bereit.

Der Bremer Zahnärztekammer ist es dank des Projekts gelungen, eLearning stufenweise in ihr Umfeld zu integrieren, beginnend bei dem Aufbau der Weiterbildung für die Zahnärztekammer Bremen, der Einrichtung von Blended Learning und der Einbindung des VIWIS Lernmanagementsystems. Die Einführung von eLearning hat sich für die kleinste Zahnärztekammer Deutschlands als großer Schritt entpuppt. Dabei waren sie bei der Umsetzung sehr erfolgreich. Die größte Hürde lag anfangs in der Entscheidung, solch ein Tool für einen so kleinen und sehr speziellen Teilnehmerkreis anzubieten. Gerade das zahnmedizinische Umfeld ist ein schwieriges Terrain für die Erstellung von geeignetem, speziell auf Zahnärzte und deren Mitarbeiter zugeschnittenem Content. Dennoch war die Zahnärztekammer Bremen davon überzeugt, dass die Zeit für eine digitale Veränderung gekommen ist.

Fazit

Mit dem Willen, der Motivation und der richtigen Unterstützung durch VIWIS ist es der Organisation gelungen, diese Veränderung schrittweise einzuführen. So konnte die Zahnärztekammer Bremen innovativ sein und bleibt auch im Wettbewerb der Fortbildungsanbieter im Dentalbereich konkurrenzfähig. Und so soll es auch zukünftig bleiben. „Luft nach oben ist immer. Wir werden nicht müde, diese Luft zu schnuppern und verlassen dafür auch gern unsere Komfortzone“, so Rubina Ordemann, Geschäftsführerin des FIZ der ZÄK Bremen über die Zukunft des Projektes. Für diese innovative und mutige Umsetzung prämiert die Jury des eLearning Journals die beiden Projektpartner Zahnärztekammer Bremen und VIWIS GmbH mit dem eLearning Journal 2018 in der Kategorie „Mittelstand“.

 

Vorgaben & Besonderheiten

Vorgaben:
Da ein Großteil des personellen Wachstums in der Döhler Gruppe in den letzten Jahren stattgefunden und das Unternehmen weiterhin ein exponentielles Mitarbeiterwachstum zu verzeichnen hat, ergeben sich hohe Anforderungen sowohl an das Recruiting als auch im Onboarding-Prozess. Um das Onboarding daher für beide Seiten besser zu gestalten und die Einarbeitungsexperten zu entlasten, sollte eine Möglichkeit gefunden werden, neue Mitarbeiter bereits nach Vertragsabschluss und vor Jobantritt in das Unternehmen einzugliedern. Die Content-Produktion sollte dabei in kürzester Zeit und ohne hohen Mehraufwand geleistet werden.

Besonderheiten:

Ein neuer Onboarding-Prozess konnte über eine Form des „Pre-Boardings“ umgesetzt werden. Den neuen Mitarbeitern wird nun bereits nach Vertragsunterzeichnung Zugang zu Lerninhalten bezüglich Unternehmenskultur, Führungsinstrumenten, Dokumenten und Marktposition ermöglicht. Besonders innovativ daran ist die Geschwindigkeit, in der es der Döhler Gruppe gelungen ist, eine Vielzahl von Wissensinhalten zu digitalisieren.

Projektpartner

VIWIS GmbH

Joachim Lautenschlager
Geschäftsführer

VIWIS GmbH
Thomas-Dehler-Str. 2
D-81737 München

joachim.lautenschlager@viwis.de
www.viwis.de

Zahnärztekammer Bremen

Rubina Ordemann
Geschäftsführung

Zahnärztekammer Bremen
Fortbildungsinstitut
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Universitätsallee 25
D-28359 Bremen

r.ordemann@zaek-hb.de
www.fizaek-hb.de

 

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