Luftsicherheit bei TRUMPF Maschinen Austria: Gesetzliche Vorgaben interaktiv erleben

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden die weltweiten Sicherheitsstandards angehoben. Bisher wurde nur unmittelbar auf den Flughäfen auf Sicherheit geachtet, z. B. durch Gepäckkontrollen oder das Verbot von Flüssigkeiten. Heute ist es von höchster Wichtigkeit, beim internationalen Versand die vollständige Lieferkette sicher zu machen. Alle Beteiligten müssen als „Bekannter Versender“ bzw. „Reglementierter Beauftragter“ zertifiziert sein, um ohne langwierige, manchmal wochenlang andauernde Zollformalitäten, liefern zu können.

Bisher wurden die Mitarbeiter aus dem Bereich Versand, Logistik und Vertrieb mittels Präsenzschulungen geschult. TRUMPF Maschinen Austria hat sich zum Ziel gesetzt, diese Unterweisung in Zukunft als moderne E-Learning-Einheit abzuhalten. Mittels eines interaktiven Videotrainings wird exploratives, situiertes und problemorientiertes Lernen unterstützt. Außerdem werden alle Lerntypen angesprochen:

  • „Lernen durch Sehen“. Dieser Lerntyp wird in diesem Training durch das Ansehen der richtigen bzw. falschen Handlungsstränge unterstützt.
  • Der auditive Lerntyp lernt am effektivsten, wenn ihm die Informationen mündlich überliefert werden. Die Protagonisten in diesem Training erklären ihre Handlungen mittels Dialogen.
  • „Learning by doing“ ist das Motto des haptischen Lerntyps. Er will den Lerninhalt selbst erarbeiten, damit er es auch begreift. Im Videotraining hilft der Lerner mittels Interaktion dem Protagonisten Roland durch den Arbeitsalltag.
  • Der kommunikative Lerntyp wird mit der Möglichkeit unterstützt, nach der Absolvierung der Lerninhalte mit den anderen Lernenden und dem Fachexperten die Inhalte zu diskutieren.

Im Einstieg des eTrainings sieht der Protagonist Roland in den Nachrichten, dass eine geschmuggelte Bombe im Frachtraum eines Flugzeuges explodiert ist. Ihm wird bewusst, wie wichtig es ist, die Lieferkette bei TRUMPF sicher zu gestalten. Bei der Umsetzung der Richtlinien im täglichen Arbeitsleben wird er von dem Lerner nun interaktiv unterstützt.
 
Der Anwender sieht verschiedene Szenen und muss bei Auftreten eines Fehlers eine Schaltfläche drücken. Die Schaltfläche ist als rote Hand mit nach unten zeigendem Daumen umgesetzt. Wenn der Fehler richtig erkannt wird, erhält der Lerner Punkte und der Indikator wandert auf der Farbskala rechts oben in den grünen Bereich.

Übersieht der Trainee jedoch Fehler in der Prozesskette, werden Punkte abgezogen und der Indikator bewegt sich in Richtung rot. Sind alle Punkte aufgebraucht, wird ein Game Over angezeigt und der Benutzer muss von vorne starten. Dadurch erhält das Training einen motivierenden Spielecharakter. Dem Lerner wird eine aktive Rolle zugewiesen und ein rein passives Konsumieren der Inhalte wird dadurch unmöglich.

Der Dialog mit dem Lerner gestaltet sich immer in folgender Reihenfolge. Eingangs wird dem Lerner erklärt, ob der Fehler richtig erkannt wurde und mit entsprechenden Mehrinformationen untermauert.

Anschließend werden die jeweiligen Videosequenzen präsentiert, bei falschen Antworten wird Roland von Kollegen auf seinen Fehler aufmerksam gemacht. Bei richtiger Antwort ist Roland selbst der Hinweisgeber. Der Authentizitätsfaktor wird somit bei den eTrainings hochgehalten. Dies führt zur positiven Annahme der Online-Schulungen und trägt zur stärkeren Identifikation mit dem Unternehmen bei.

Überdies wird im Training auch die Möglichkeit unterbunden, auf Verdacht auf die Schaltfläche zu drücken. Ein solcher Versuch wird erkannt und spielerisch mit Punkteabzug „geahndet“.


Lernerfolg sicherstellen


Die Sicherstellung des Lerntransfers der TRUMPF eTrainings erfolgte in 3 Schritten:

1. Während der Akquisitionsphase

Durch erhaltendes Wiederholen der Lerninhalte, gezieltes Üben und Elaboration des Wissens durch Anbinden an das Vorwissen werden die Inhalte besser im Gedächtnis verankert. Die Lerneinheit ist maximal 30 Minuten lang, um die Lernkapazitäten der Lernenden optimal nutzen zu können. Längere Lerneinheiten müssten ggf. unterbrochen und dann wieder fortgesetzt werden.

2. Quantitatives Verfahren:
Überprüfung der Inhalte im Abschlusstest


Die Erfolgsquote beim Test zeigt an, ob das gelernte Wissen korrekt wiedergegeben werden kann.

3. Qualitatives Verfahren: Beobachtung


Die Trainer/-innen beobachten und beurteilen, ob das gelernte Wissen in Übungsaufträgen angewendet werden kann und schlussfolgernd in den Arbeitsalltag integrierbar ist. Die Umsetzung dieses wichtigen Themas als interaktives Training hat folgende Vorteile:

  • Durch das E-Learning kann auf keine wichtigen Informationen vergessen werden und die Qualität der Lerninhalte ist sichergestellt.
  • Am Ende der interaktiven Einheiten muss der Lerner eine verbindliche Wissensüberprüfung durchführen. Nach erfolgreicher Absolvierung wird automatisch vom LMS ein Zertifikat ausgestellt und somit der Unterweisungsnachweis erbracht.
  • Die Videoeinheiten zwingen zu konzentrierter Mitarbeit.
  • Der Unterweiser erlebt eine deutliche Entlastung beim Schulungsaufwand.
  • Es entsteht eine deutliche Schonung der Zeitressourcen aller Beteiligten.
  • Die Mitarbeiter aus diesen Bereichen sind meist nicht im gleichen Zeitraum abkömmlich. Durch das E-Learning können die Lerner ihre Lernzeit individuell regeln.
  • Spaß am Lernen wird gefördert. Die interaktiven Elemente berücksichtigen das natürliche Rezeptionsverhalten der User und steigern das Involvement und damit ihre Motivation.

Fazit

Das Hauptziel, das Wissen der TRUMPF Mitarbeiter zu diesem heiklen Thema in regelmäßigen Abständen einerseits ressourcenschonend und andererseits eindrücklich und nachhaltig zu vermitteln, wurde erreicht.

DIE AUTORIN

Christa Furtmüller 

ist E-Learning Project Manager bei der Firma TRUMPF Maschinen Austria GmbH + Co. KG in Pasching. Der Standort ist das Kompetenzzentrum für Biegen in der TRUMPF Gruppe. Sie hat das Studium „Engineering for Computerbased Learning“ absolviert und ist bei TRUMPF Österreich Ansprechperson für alle Agenden mit Medienkompetenz mit dem Schwerpunkt E-Learning.

KONTAKT

TRUMPF Maschinen Austria GmbH + Co. KG

Ansprechpartner:
Christa Furtmüller
eSolutions

Industriepark 24
A-4061 Pasching

Tel.: +43 (0) 7221 / 60 3-0
Fax: +43 (0) 7221 / 60 3-42050

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