Digital ist nicht banal

Für die digitale Grundbildung in der Schule braucht es Angebote in der Lehre

Freitag, 10.02.2017

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid setzt sich einmal mehr für die Stärkung der sogenannten „digital literacy“ von österreichischen SchülerInnen ein. Sie verweist zwar auf ausgeprägte technische Kompetenzen unter Kindern und Jugendlichen, diese müssten aber im Zeitalter von Cybermobbing und Fake News lernen, mit diesem Wissen auch verantwortungsvoll umzugehen. Ähnlich sehen das die ForscherInnen am Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien der Donau-Universität Krems  – und haben das passende Weiterbildungsangebot.

Digitale Grundbildung bereits ab 5. Schulstufe verbindlich

Hammerschmid sieht in ihrem Plan eine verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ im Ausmaß von 2 bis 4 Wochenstunden vor. Departmentleiter Prof. Peter Baumgartner begrüßt diese Maßnahme: „Erwachsene unterliegen oft der Fehleinschätzung, Jugendliche würden als ‚digital Natives‘ ohnehin medienkompetent aufwachsen. Dabei müssen diese sich die Kompetenzen etwa in den Bereichen Datenschutz, Bewertung von Wahrheitsgehalt oder Ethik erst erarbeiten – und das kann nicht allein im Informatikunterricht geschehen.“

Es braucht digital kompetente PädagogInnen

Ganz besonders wichtig ist es aber, dass auch PädagogInnen auf diese neue Aufgabe mit entsprechenden (Weiter)Bildungsmaßnahmen vorbereitet werden. Was LehrerInnen brauchen, sind nicht nur allgemeine Kenntnisse zur Computernutzung, sondern vor allem Kompetenzen zur digitalen Fachdidaktik.

Die Donau-Universität Krems bietet dazu bereits zum 11. Mal das Studienformat eEducation an und stellt die Frage: Wie können innovative Konzepte aus klassischen und digitalen Lehr- und Lernmethoden gestaltet werden und wie können Web2.0 - Tools und Soziale Medien eingesetzt werden? Der berufsbegleitende Masterlehrgang eEducation setzt sich mit dem Thema eLearning sowie Lehren und Lernen, Ausbilden und Weiterbilden im digitalen Zeitalter auseinander.


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